1. Herren | TSG Presseteam | 28.09.26
Die TSG A-H Bielefeld hat sich am Samstagabend in einem intensiven Derby knapp geschlagen geben müssen. Vor 750 Zuschauern in der Realschule Spenge unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Arjan Haenen in der 3. Liga Nord/West dem TuS Spenge mit 29:27. Nach einem 18:15-Rückstand zur Pause zeigte die TSG eine starke Reaktion, drehte die Partie zwischenzeitlich und führte im zweiten Durchgang sogar mit drei Toren. In der entscheidenden Schlussphase fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss, um sich für den starken Auftritt mit Punkten zu belohnen.

Personell musste Bielefeld wie erwartet weiter auf Jonas Leppich verzichten, der aufgrund seines Bänderrisses nicht zur Verfügung stand. Dafür rückte Fynn Zitzke aus der 2. Mannschaft in den Kader.

Die Anfangsphase verlief weitgehend ausgeglichen. Bielefeld fand immer wieder die passende Antwort auf die Treffer der Gastgeber und stellte durch Ralfs Geislers nach gut acht Minuten auf 6:6. Anschließend gelang es Spenge erstmals, sich etwas abzusetzen. Über 8:6 und 11:8 wuchs der Rückstand zwischenzeitlich auf vier Treffer beim 16:12 an. Die TSG ließ sich davon jedoch nicht abschütteln. Thore Oetjen verkürzte auf 16:14, ehe Malik St.Claire kurz vor dem Seitenwechsel den 18:15-Halbzeitstand herstellte. Obwohl im Angriff nicht alles gelang und einige gute Möglichkeiten ungenutzt blieben, hatte sich Bielefeld damit für den zweiten Durchgang weiterhin alle Möglichkeiten offengehalten.

Nach der Pause zeigte die TSG dann, wie mittlerweile gewohnt, eine starke Reaktion. Zwar erhöhte Spenge zunächst auf 19:15, anschließend übernahm Bielefeld jedoch zunehmend die Kontrolle. Die Defensive sowie ein starker Mustafa Wendland im Tor arbeiteten sehr konsequent, und auch offensiv fand die Mannschaft immer wieder gute Lösungen. Manuel Hörr, Jan Pretzewofsky und Malik St.Claire brachten die TSG innerhalb weniger Minuten auf 19:19 heran. Hark Hansen sorgte anschließend für die erste Bielefelder Führung, ehe Manuel Hörr und Jan Pretzewofsky den Vorsprung beim 20:23 sogar auf drei Treffer ausbauten. Damit hatte die TSG einen Vier-Tore-Rückstand innerhalb von rund zehn Minuten in eine Drei-Tore-Führung verwandelt.
Spenge kämpfte sich anschließend zurück und stellte beim 24:24 wieder den Gleichstand her. Auf die taktischen Anpassungen der Hausherren mit einer 5:1-Abwehr reagierte der Bielefelder Cheftrainer mit dem Sieben-gegen-Sechs im Angriff und ermöglichte der TSG weiterhin gute Abschlussmöglichkeiten. Malik St.Claire traf zum 25:25, Jan Pretzewofsky brachte Bielefeld beim 25:26 noch einmal in Führung. In der Schlussphase lag genau dort jedoch der entscheidende Unterschied: Mehrere sehr gut herausgespielte Möglichkeiten blieben auf Seiten der TSG ungenutzt. Spenge drehte die Partie auf 28:26 und stellte 33 Sekunden vor Schluss auf 29:26. Hark Hansen gelang noch der Treffer zum 29:27-Endstand, in einer hektischen Schlussphase konnte die TSG allerdings nicht mehr ausgleichen.

Für die TSG gilt es nun, die positiven Aspekte insbesondere aus der starken Phase nach dem Seitenwechsel mitzunehmen. Die Mannschaft hat auswärts im Derby einen Rückstand gedreht und sich mit einer starken Leistung bis in die Schlussphase alle Möglichkeiten auf einen Punktgewinn erhalten. Gleichzeitig bietet vor allem die Chancenverwertung Ansatzpunkte für die kommende Trainingswoche. Bereits am nächsten Sonntag wartet mit dem Heimspiel gegen den MTV Großenheidorn die nächste Aufgabe in der Seidensticker Halle.


Trainerstimme:
Arjan Haenen ordnete die knappe Derby-Niederlage entsprechend ein: „Natürlich tut diese Niederlage weh. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht unser bestes Spiel gemacht, die Partie aber trotzdem offengehalten. Nach der Pause sind wir dann sehr gut zurückgekommen, haben eine starke Abwehr gespielt und aus einem Drei-Tore-Rückstand sogar eine Drei-Tore-Führung gemacht. Auch mit unseren taktischen Umstellungen und im Sieben-gegen-Sechs haben wir uns immer wieder sehr gute Torchancen erarbeitet. In den letzten zehn Minuten war dann vor allem die Chancenverwertung der entscheidende Punkt. Wir haben zu viele klare Möglichkeiten liegen gelassen und uns dadurch nicht für unsere Leistung belohnt. Jetzt dürfen wir deswegen aber keine verrückten Dinge machen. So ist Sport. Wir haben zwei Punkte verloren, haben eine Woche Zeit, uns gut vorzubereiten, und wollen am Sonntag in eigener Halle gegen Großenheidorn wieder die nächsten zwei Punkte holen.”


TuS Spenge - TSG A-H Bielefeld: 29:27 (18:15)

TuS Spenge:
Bastian Rutschmann, Mika Brokmeier - Marvin Stender (5), Benedikt Meyer (6), Soenke Raschkowski (2), Vincent Hofmann (1), Torben Hübke (4), Theodor Teuteberg (1), Moritz Wilhelm (3 - 3/5), Jonah Jungmann (1), Tim Kloor (3), Bjarne Schulz (3), Bennet Brinkmeier, Mats Lennart Koester, Kenneth Krüger, Mateusz Martyn

TSG A-H Bielefeld:
Leon Goldbecker, Mustafa Wendland - Manuel Hörr (5), Thore Oetjen (3), Jacob Broyer, Fynn Zitzke, Tilen Pausits (1), Nils Strathmeier (3), Ralfs Geislers (3), Hark Hansen (5 - 1/1), Malik St.Claire (3), Jan Pretzewofsky (4), Tim Stefan, Ricardo da Silva Magalhaes, Jannis Hoff

Siebenmeter: Spenge: Wilhelm (3/5); Bielefeld: Hansen (1/1)

Zeitstrafen: Spenge: Schulz (2x); Bielefeld: Stefan

Disqualifikationen: keine

Schiedsrichter: Janica Büschgens und Kimberley Büschgens

Zuschauer: 750

Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6, 7:6, 8:6, 8:7, 9:7, 9:8, 10:8, 11:8, 11:9, 12:9, 12:10, 12:11, 13:11, 14:11, 14:12, 15:12, 16:12, 16:13, 16:14, 17:14, 18:14, 18:15
2. Hz.: 19:15, 19:16, 19:17, 19:18, 19:19, 20:19, 20:20, 20:21, 20:22, 20:23, 21:23, 22:23, 22:24, 23:24, 24:24, 25:24, 25:25, 25:26, 26:26, 27:26, 28:26, 29:26, 29:27.

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