1. Herren | TSG Presseteam | 26.04.26
Die TSG A-H Bielefeld musste sich zuhause gegen den VfL Fredenbeck mit 34:40 (18:25) geschlagen geben. Vor sommerlicher Kulisse in der Seidensticker Halle zeigte die Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit eine Reaktion, konnte den Rückstand aus dem ersten Durchgang jedoch nicht mehr vollständig aufholen.

Personell musste die TSG auf Dominik Ebner, Dominik Waldhof und Arvid Dragunski verzichten, wodurch die Rotationsmöglichkeiten eingeschränkt waren. Dennoch fand das Team vor allem im Angriff über weite Strecken gute Lösungen und erspielte sich zahlreiche klare Chancen. In der Defensive fehlte allerdings über die gesamte Spielzeit der nötige Zugriff in den Zweikämpfen.

Die Partie begann aus Sicht der TSG vielversprechend: Jan Pretzewofsky und Simon Strakeljahn sorgten früh für eine 2:0-Führung. In der Folge entwickelte sich jedoch ein Spiel, in dem die Gäste zunehmend die Kontrolle übernahmen. Vor allem defensiv fehlte der TSG über weite Strecken der erste Halbzeit der nötige Zugriff. Fredenbeck nutzte die zu passiven Zweikämpfe konsequent aus und kam immer wieder zu freien Würfen aus dem Rückraum. Trotz ordentlicher Offensivleistung mit 18 eigenen Treffern zur Pause setzte sich Fredenbeck bis zum Halbzeitpfiff auf 18:25 ab.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Arjan Haenen ein anderes Gesicht. Die Defensive agierte deutlich präsenter, suchte aktiv die Zweikämpfe und brachte mehr Stabilität ins Spiel. In dieser Phase gelang es der TSG, den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Über Treffer von Malik St. Claire, Thore Oetjen, Ralfs Geislers und Jan Pretzewofsky kämpfte sich das Team zwischenzeitlich auf drei Tore heran und brachte die Partie noch einmal in Reichweite.

Auch in der Schlussphase blieb die TSG engagiert und hielt den Druck hoch, verpasste es jedoch, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. Fredenbeck konnte das 7 gegen 6 Überzahlspiel gut für sich nutzen und zeigte sich in den entscheidenden Momenten effizienter, wodurch sie den Vorsprung bis zum Ende behaupteten.


Trainerstimme:
Cheftrainer Arjan Haenen ordnete die Partie differenziert ein: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber vor allem in der Abwehr den Zugriff verloren. Uns hat die Konsequenz in den Zweikämpfen gefehlt, wir haben zu wenig Kontakt hergestellt und dadurch zu viele einfache Würfe zugelassen. 18 eigene Tore zur Pause sind in Ordnung, aber 25 Gegentore sind deutlich zu viel. In der Halbzeit war klar, dass es weniger um taktische Dinge geht, sondern um Einsatz und Körpersprache. Die Mannschaft hat das in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt, deutlich aggressiver verteidigt und sich zurück ins Spiel gekämpft. Dafür gebührt ihr ein Kompliment. Am Ende machen wir in entscheidenden Situationen wieder Fehler, sodass die Niederlage insgesamt verdient ist. Trotzdem können wir auf der zweiten Halbzeit aufbauen und wollen die Saison im letzten Heimspiel positiv abschließen.”

TSG A-H Bielefeld – VfL Fredenbeck: 34:40 (18:25)

TSG A-H Bielefeld:
Arjan Versteijnen, Leon Goldbecker, Mustafa Wendland – Simon Strakeljahn (5), Fynn Unger, Manuel Hörr (4), Thore Oetjen (6), Jacob Broyer (1), Jonas Leppich, Nils Strathmeier (2), Ralfs Geislers (6), Malik St. Claire (6), Jan Pretzewofsky (4), Tim Stefan

VfL Fredenbeck:
Arsenij Kotenko, Niklas Itzen – Lauro Strothmann (13), Jan Möller (7/3), Pelle Fick (6), Chris Ole Brandt (5), Michel Brassait (4), Michel Sumfleth (3), Jelmer de Vries (1), Ole Richter (1)

Siebenmeter: Bielefeld: Hörr (0/1); Fredenbeck: Möller (3/3), Richter (0/1)

Zeitstrafen: Bielefeld: Leppich (2), Pretzewofsky; Fredenbeck: keine

Disqualifikationen: keine

Schiedsrichter: Sven Levermann und Christian Rietenberg

Zuschauer: 600

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