1. Herren | TSG Presseteam | 02.05.24
Am Mittwoch, den 01. Mai, war die TSG A-H Bielefeld zu Gast beim Ligaprimus TV Emsdetten und leistete dem Aufstiegsfavoriten in der Ems-Halle mit einer sehr starken Leistung einen harten Kampf und konnte zur Halbzeit mit 14:18 führen. Bis kurz vor Schluss war der Ausgang des Spiels offen, doch am Ende mussten sie für den Spielverlauf zu deutlich mit 39:33 geschlagen geben. Nach diesem Spieltag belegen die Bielefelder weiterhin den sechsten Tabellenplatz der 3. Liga Nord/West und hat ein Punktekonto von 23:31.

TSG-Trainer Niels Pfannenschmidt musste für das Spiel in Emsdetten weiterhin auf den Kreisläufer René Mihaljevic verzichten. Mittelmann Nerdin Vunic konnte für Kurzeinsätze wieder in den Kader zurückkehren und Linksaußen Jacob Broyer stand ebenfalls wieder zur Verfügung. Der restliche Kader war fit und einsatzbereit. Starten ließ Pfannenschmidt seine Jungs in folgender Aufstellung: In der Defensive stellten Waldhof und Engelhardt den Innenblock, Schöße und Pretzewofsky auf Halb, St. Claire und Strathmeier auf Außen und Doden im Tor. Sobald die erste und zweite Welle nicht zum Abschluss kam, ersetzte zu Beginn Vunic Waldhof auf Halb, später vollzog Heidemann den Offensivwechsel und in der zweiten Halbzeit Demerza. In der Abwehr nahmen die Bielefelder die Hausherren sehr offensiv in einer 3-2-1 Formation an, um ihr Tempospiel zu unterbrechen, gingen dann im Positionsspiel aber in eine 6-0 Deckung über. 

In den ersten Minuten ging dieser taktische Plan vom TSG-Trainer sehr gut auf. Die Emsdettener Fans setzen sich traditionell erst nach dem ersten Tor ihrer Mannschaft wieder, was für sie an diesem Tag über fünf Minuten Stehen bedeutete. Mit einem 0:4 Blitzstart überraschten die Bielefelder die gesamte Halle und zwangen Lingeler, Trainer des TVE, zu einer Auszeit nach nur vier Minuten. Erst 27 Sekunden nach dieser Auszeit konnte der Aufstiegsfavorit sein erstes Tor erzielen und die Zuschauer nahmen Platz. Diese ersten fünf Minuten zeigten, was für eine mega Stimmung in der Halle war und was für ein wortwörtlich heißes und spannendes Spiel es werden sollte. Bei bestem Wetter und einer warmen Halle fanden über 1.700 Zuschauer den Weg in die Halle, die nicht enttäuscht werden sollten. In der ersten Halbzeit bot ihnen die TSG nämlich besten Handball. Aus einer vor allem im Positionsspiel sehr starken Abwehr heraus kamen die Bielefelder regelmäßig ins Tempospiel und konnten die vielen Fehler des TVE ausnutzen. Auch im eigenen Angriff konnten sie mit sehenswerten Kempa-Spielzügen oder Anspielen über den Rücken hinweg einen größer werdenden Vorsprung erspielen. Über die Zwischenstände von 4:6 (10.min), 7:12 (18.min) und 10:14 (22.min) konnte die TSG einen 6-Tore-Vorsprung zum 10:16 in der 25. Spielminute erzielen. Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel der Ems-Halle dann eine 14:18 Führung, mit der wohl so recht niemand gerechnet hätte. Nach einer sehr starken und attraktiven ersten Halbzeit war diese Führung aber voll und ganz verdient. 
In die zweite Halbzeit startete Emsdetten deutlich besser und konnte schnell auf ein 20:21 (37.min) verkürzen. Sie kamen deutlich besser in ihr atemberaubend schnelles Tempospiel und konnten so viele schnelle Tore erzielen. Nach einer Auszeit von Pfannenschmidt war die TSG wieder besser eingestellt und hinderte den TVE wieder besser an ihrem Tempospiel. Trotzdem konnte Bjarne Budelmann in der 40. Minute erstmals die 24:23-Führung für Emsdetten erzielen. Diese bauten sie schnell zum 27:23 aus und für einen kurzen Moment schien es so, als wenn sie dem Spiel jetzt ihren Stempel aufdrücken konnten und es für sich entscheiden würden, doch auch dagegen wehrten sich die Bielefelder. Mit einer erneuten Serie angeführt vom Shooter Demerza konnten sie sich die Führung in der 47. Minute zum 28:29 wieder zurückerobern und boten Emsdetten einen ebenbürtigen und für alle Zuschauer sehr unterhaltsamen Kampf. Diese Führung konnten die Bielefelder bis zur 51. Minute und dem 31:32 durch Jannis Louis aufrechterhalten. Dann allerdings erhielt Rene Plass eine für die Bielefelder sehr bittere Zeitstrafe, die zum Knackpunkt wurde. Nach sehr kräftezehrenden 50 Minuten ging den Bielefelder die Kraft so langsam aus, während die Emsdettener, die das Spiel in zwei Blöcken bestritten und ihr Tempospiel konsequent durchzogen. So nutzte Emsdetten in diesen letzten Minuten das leere Bielefelder Tor und die schwindende Kraft, die sich vor allem in den nicht mehr erfolgreichen TSG-Abschlüssen bemerkbar machte, gnadenlos aus. Ein 7:1 Lauf brachte Emsdetten dann den Endstand von 39:33.

Insgesamt war dieses torreiche Spiel sehr unterhaltsam und lebte von der sehr starken Leistung der TSG A-H Bielefeld. Die Bielefelder können, auch wenn sie sich am Ende leider nicht belohnen konnten, stolz auf ihre Leistung sein. Nach 60 gespielten Minuten gewinnt der Ligaprimus Emsdetten dann doch verdient, aber am Ende etwas zu hoch. Bis zur Schlussphase konnte die TSG absolut mithalten und bot allen Zuschauern ein mitreißendes und höchstunterhaltsames Handballspiel.



Trainerstimme

Niels Pfannenschmidt (TSG A-H Bielefeld): "Am Ende ist der Sieg für Emsdetten verdient, aber meiner Meinung nach etwas zu hoch. Wir hätten uns ein knapperes Ergebnis verdient. In den letzten Minuten lief das Spiel genau so, wie es bei Emsdetten in letzter Zeit immer war, weil es sich bemerkbar macht, dass Emsdetten dann irgendwann wechselt. Am Ende ist es eine Kraftgeschichte, weil man das irgendwann einfach nicht mehr auf den Punkt verteidigen kann. Wir haben es teilweise dann auch nicht mehr gut gemacht und auch nicht so wie wir es besprochen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns auch weiterhin gute Chancen herausgearbeitet, aber hatte einfach mehr Probleme mit den Abschlüssen. Auch frei vor, z.B. aufs leere Tor haben wir dann unglücklich nicht getroffen. Das ist dann irgendwann vielleicht auch ein Resultat der Kraft in diesem schnellen Spiel.  Es hat wirklich viel Spaß gemacht dieses Spiel zu coachen. Taktisch war da sehr viel drin von beiden Mannschaften. Auch wenn das Ergebnis am Ende leider etwas zu hoch ausgefallen ist, können wir stolz auf unsere Leistung sein."

TV Emsdetten - TSG A-H Bielefeld: 39:33 (14:18)

TV Emsdetten:
Ante Vukas (1), Oliver Krechel - René Zobel (5), Yannick Terhaer (6), Bjarne Budelmann (3), Paul Kolk (3), Lars Kooij (6), Julian Thomas, Dirk Holzner (4), Tim Stefan (2), Marian Orlowski (8), David Wiencek (1), Marius Kluwe (15), Maximilian Nowatzki


TSG A-H Bielefeld:
Bastian Räber, Dennis Doden, Nils Dresruesse - Nerdin Vunic, Jannis Tom Heidemann (4), Jacob Broyer, Simon Vormbrock, Alexander Engelhardt (2), Nils Strathmeier (5), Malik St. Claire (3), Jan Pretzewofsky (5), Jannis Louis (4), Dominik Waldhof, Alexej Demerza (5), Rene Plaß, Florian Schöße (5)

Siebenmeter: Emsdetten: Terhaer (2/2); Bielefeld: Schöße (2/3); :

Zeitstrafen: Emsdetten: Zobel, Kooij; Bielefeld: Engelhardt (2x), Waldhof, Plaß

Rote Karten: keine

Schiedsrichter: Deniz Argav, Maximilian Frankholz

Zuschauer: 1.758

Spielfilm
1. Hz.: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 1:4, 2:4, 3:4, 3:5, 4:5, 4:6, 5:6, 5:7, 5:8, 6:8, 6:9, 7:9, 7:10, 7:11, 7:12, 8:12, 8:13, 9:13, 10:13, 10:14, 10:15, 10:16, 11:16, 11:17, 12:17, 12:18, 13:18, 14:18
2.Hz.: 15:18, 15:19, 16:19, 17:19, 17:20, 18:20, 18:21, 19:21, 20:21, 20:22, 21:22, 22:22, 22:23, 23:23, 24:23, 24:24, 25:24, 26:24, 27:24, 27:25, 28:25, 28:26, 28:27, 28:28, 28:29, 29:29, 29:30, 30:30, 30:31, 31:31, 31:32, 32:32, 33:32, 33:32, 34:32, 34:32, 35:32, 36:32, 37:32, 37:33, 38:33, 39:33

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