1. Herren | TSG Presseteam | 26.11.23
Die TSG A-H Bielefeld kann sich in einem furiosen Spiel, trotz Fehlstart in die Partie zurückkämpfen und sich mit 29:26 gegen den MTV Großenheidorn durchsetzen. Somit blieben zwei Punkte in Bielefeld und der sechste Tabellenplatz wird weiter gefestigt. Gegen den Mitaufsteiger vom Steinhuder Meer konnte die TSG ihr Punktekonto auf 14:8 ausbauen.

Mit der Rückkehr aller Langzeitverletzten kehren wieder einige Stammkräfte des Saisonstarts in die Startaufstellung des Trainers Niels Pfannenschmidt zurück. Auf Außen ersetzt Jacob Broyer den erkrankten Malik St. Claire und durch die Rückkehr von Rene Plass auf Rückraumrechts, beginnt Jan Pretzewofsky wieder auf Rechtsaußen. Den Rückraum ergänzen im Angriff Jannis Heidemann und Florian Schöße, der nach seinem Nasenbeinbruch wieder vollständig auf die Platte zurückkehrt. Im Tor startete Dennis Doden und am Kreis Alexander Engelhardt. In der Deckung ließ Pfannenschmidt seine Abwehr mit Engelhardt vorne vor offensiv decken und Abwehrchef Dominik Waldhof wurde für den formstarken Offensivspezialisten Heidemann eingewechselt.
Dieser Plan für die Deckung ging allerdings überhaupt nicht auf und die TSG legte einen völligen Fehlstart hin. Bereits nach acht Minuten führten die Gäste mit 2:8. Hinten kamen die Bielefelder überhaupt nicht in die Zweikämpfe und vorne wurde ein Angriff nach dem anderen in die Hände der gegnerischen Abwehr gespielt oder der sehr starke MTV-Keeper machte die Torchancen zunichte. Wie bereits vorher abgesprochen wurde dann nach zehn Minuten Plass für Strathmeier ausgewechselt und Pretzewofsky rückte wieder auf die Halbposition zurück. So sollte der Rückkehrer langsam wieder mit Spielzeit aufgebaut werden. Außerdem fühlte sich Pfannenschmidt durch die 7-Tore-Führung der Gäste zu einer Reaktion gezwungen und brachte Räber für Doden im Tor, der, von der Abwehr im Stich gelassen, bis dahin keine Akzente setzen konnte. In der Folge konnte sich die TSG mit Räber leicht stabilisieren und von 2:9 (9.min) auf 7:11 (17.min) verkürzen, jedoch kamen sie immer noch nicht in ihr gewohnt temporeiches Spiel aus einer starken Abwehr heraus. Dies änderte sich dann durch die Umstellung des TSG-Trainers auf eine 6-0-Abwehr, mit Miheljevic und Waldhof im Innenblock. Die dann langsam aufkommende und nötige Emotionalität verhalf der TSG A-H Bielefeld in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte dann ebenfalls zu einer stabilen Abwehr und auch vorne konnten sie mehr Lösungen finden. Den Rückstand von vier Toren konnte die Mannschaft so halten und mit einem 11:15 in die Halbzeit bringen. Nach dieser erwischte der MTV einen fast so schlechten Start in die zweite Hälfte, wie die TSG zu Beginn der Begegnung, sodass die Bielefelder schon in der 33. Minute auf 14:15 verkürzen konnten. Sie profitierten von den Fehlern der Gäste, bewiesen aber auch selber die nötige Einstellung und verbesserten sich deutlich im Vergleich zur ersten Halbzeit. Im Anschluss verpassten die Hausherren, durch unglückliche Entscheidungen, die Führung schon früh in der zweiten Hälfte zu übernehmen. Es folgte ein offener Schlagabtausch über zehn Minuten und erst in der 42. Minute gelang Jan Pretzewofsky mit zwei Treffern in Folge nach jeweils sehenswerten Drehungen die erste Führung der TSG zu erzielen. Dann folgten weitere zehn Minuten eines offenen Schlagabtausches, bis Kreisläufer Mihaljevic durch zwei Treffer in Folge die Führung in der 48. Minute auf 22:20 ausbauen konnte. Diese wurde von Großenheidorn aber direkt zum 22:22 gekontert, sodass eine nervenaufreibende Schlussphase anstand. Diese kam auch genau wie erwartet und die Stimmung wurde durch eine volle Seidensticker Halle und die große Unterstützung der Zuschauer angeheizt. In einem Spiel mit zwei sehr starken Torhütern wurde Bastian Räber auf Seiten der TSG hier, mit einigen hochklassigen Paraden, zum entscheidenden Faktor. Aber auch der andere TSG-Keeper Doden hatte seinen Moment im Spiel, als er mit zwei verbleibenden Minuten auf der Uhr den Strafwurf vom gegnerischen Mittelmann Joel Wolf hielt. So ermöglichte er die entscheidende 3-Tore-Führung von Jannis Louis zum 28:25, 70 Sekunden vor Schluss. Auch er kam von der Bank für den Linksaußen Jacob Broyer und machte das sehr gut: Trotz der ungewohnten Postion traf der eigentliche Kreisläufer sowohl von Außen als auch als Einläufer vom Kreis und riss wichtige Lücken. Durch die letzten beiden Tore von Louis, stand bei Abpfiff, der zum Schluss auch verdiente 29:26 Heimsieg auf der Anzeigetafel und unterstrich nochmal den am Ende wohl entscheidenden Faktor. Im Verlauf der zweiten Hälfte war den Großenheidornern immer mehr die Erschöpfung anzumerken, während die TSG sich mit ihrer endlich wieder breit besetzten Bank und einem, durch einige Wechsel, längeren Atem, über die Zeit durchsetzen konnten.
Insgesamt gelang es den Bielefeldern also den misslungenen Start ins Spiel zu korrigieren und mit einem ordentlichen Stück Arbeit wichtige Punkte in Bielefeld zu behalten.

Trainerstimme:

Niels Pfannenschmidt (TSG A-H Bielefeld): "Zu Beginn haben wir mit einer 5-1-Deckung angefangen, was völlig in die Hose gegangen ist. Das nehme ich auf meine Kappe. Ich kann mir zwar noch nicht ganz erklären warum, aber wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dann haben wir viel gewechselt und so ein bisschen nach einer besseren Formation gesucht. Es hat sich dadurch gezeigt, dass die 6-0-Deckung mit René und Waldi deutlich besser funktioniert hat und Basti hat dann auch ein sehr, sehr starkes Spiel gemacht. Wir waren dann wieder dran, doch auch da haben wir unsere Ansätze die Führung zu übernehmen, immer wieder im Keim erstickt. Wie ich aber schon vor dem Spiel gesagt habe, hat man gemerkt, dass die Jungs, nach ihren Verletzungen, erstmal wieder reinkommen müssen und das ist auch ganz normal. Mit vorher abgesprochenen Spielzeiten und Wechseln haben wir versucht sie heute wieder Stück für Stück ranzuführen. Vor dem Spiel haben wir es uns zum Ziel gesetzt die Gegenstoßquote zu gewinnen, was in der ersten Halbzeit krachend gescheitert ist. In der zweiten Hälfte konnten wir aus einer Kombination von stabiler Abwehr und gutem Keeper heraus dann aber ins Tempospiel kommen und so dann auch die Gegenstoßquote positiv für uns gestalten. Dadurch waren wir im Angriff auch mutiger und Heidi und Pretze waren in dieser Phase ganz wichtig, weil sie einfach ihre Zweikämpfe gewonnen haben. In der Schlussphase hat man gemerkt, dass Großenheidorn weniger gewechselt hat und sie irgendwann kaputter waren, woraus wir unseren Nutzen schlagen konnten. Mein Kompliment geht an die Mannschaft, dass sie so zurückgekommen sind! Jacob hat das erste Mal von Anfang an gespielt und seine zwei Tore gemacht und Jannis Louis hat das zum Schluss auf Außen auch sehr gut gemacht, was mich beides sehr freut. Zudem heute wahrscheinlich Basti Räber mit seinem besten Spiel der Saison. Am Ende haben wir die zwei Punkte hier behalten und wollen jetzt das Positive sehen und mitnehmen. Wir haben gegen einen eigentlich direkten Konkurrenten gewonnen, der mit uns aufgestiegen ist und das waren zwei sehr wichtige Punkte."

TSG A-H Bielefeld - MTV Großenheidorn: 29:26 (11:15)

TSG A-H Bielefeld:
Bastian Räber, Dennis Doden - Nerdin Vunic, Jannis Heidemann (5), Jacob Broyer (2), Simon Vormbrock (1), Alexander Engelhardt (1), Nils Strathmeier (4), Jan Pretzewofsky (7), Jannis Louis (3), Alexej Demerza, René Mihaljevic (2), Rene Plaß, Florian Schöße (1 - 1/2)

MTV Großenheidorn:
Matthias Ende, Felix Wernlein - Torsten Lippert (2), Thorben Buhre ( 2 - 1/1), Bastian Weiß (7 - 1/2), Luca Jonathan Ritter (1), Jonas Pohl, Mika Ritter (5), Joel Wolf (3 - 2/3), Thiemo Labitzke (2), Maximilian Kirchhoff (4), Arne Müller

Siebenmeter: Bielefeld: Schöße (1/2); Großenheidorn: Buhre (1/1), Bastian Weiß (1/2), Joel Wolf (2/3)

Zeitstrafen: Bielefeld: Schöße; Großenheidorn: Kirchhoff

Rote Karten: keine

Schiedsrichter: Jérôme Breuer, Dennis Schaaf

Zuschauer: 950

Spielfilm:
1.Hz.:0:1, 0:2, 1:2, 1:,3 1:4, 2:4, 2:5, 2:6, 2:7, 2:8, 2:9, 3:9, 3:10, 4:10, 5:10, 5:11, 6:11, 7:11, 7:12, 7:13, 8:13, 9:13, 9:14, 9:15, 10:15, 11:15,
2.Hz: 12:15, 13:15, 14:15, 14:16, 15:16, 16:16, 16:17, 17:17, 18:17, 18:18, 18:19, 19:19, 20:19, 20:20, 21:20, 22:20, 22:21, 22:22, 23:22, 23:23, 24:23, 24:24, 25:24 25:25 26:25 27:25 28:25 28:26 29:26

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