Der TSG-Rückraumspieler trifft am Sonntag erstmals auf seinen Ex-Verein Mennighüffen. Dem VfL wurde vor Saisonbeginn wenig zugetraut, jetzt steht er auf Platz vier. Für viele Beobachter stand zu Saisonbeginn ein Absteiger bereits fest: der VfL Mennighüffen.

Leistungsträger wie Arne Kröger (TSG) oder Arne Kämper (TuS 97) hatten den VfL im Sommer verlassen; im Gegenzug gelang es nicht, namhafte Neuzugänge von einem Wechsel in den Kreis Herford zu überzeugen. Lukas Mailänder und Malte Ames wurde schnell als Neuzugänge vermeldet. Skepsis blieb dennoch, schließlich kamen beide, wie auch der polnische Ex-Nationalspieler Tomasz Tluczynski, der erst kurz vor Saisonbeginn aus Hille dazu stieß, aus der Landesliga.

Dann die Überraschung: Bis zum zehnten Spieltag blieb Mennighüffen erster Verfolger des Tabellenführers TSG A-H Bielefeld, ehe der VfL auf Rang vier "abrutschte". Ein Erfolg von Trainer Zygfryd Jedrzej, von dem auch Arne Kröger während seiner Zeit in Mennighüffen viel gelernt hat. "Ein absoluter Fachmann. Als gelernter Physiotherapeut ist sein Training durchdacht, er arbeitet viel im präventiven Bereich", erinnert sich Kröger, der aber auch die taktische Vorbereitung auf den jeweils nächsten Gegner lobt. "Ich bin mir sicher: Zygfryd wird sich was ausdenken", glaubt Kröger vor dem Derby.

Der Name VfL Mennighüffen steht seit seiner Oberligarückkehr auch für verlässliche Abwehrarbeit. Wird VfL-Trainer Jedrzej gegen den Tabellenführer Möglichkeiten finden, seinen defensiven Abwehrverbund um offensive Störfaktoren zu bereichern, wie es Spenge, Loxten und Soest recht erfolgreich taten? Oder wird man im Löhner Stadtteil der bewährten Formation um die Innenblocker Marco Büschenfeld und Ulrich Neumann vertrauen? Mit nur 286 Gegentoren ist der Abwehrverbund der Löhner aktuell jedenfalls statistisch der Beste. In jedem Fall wird der VfL Mennighüffen vor der TSG nicht resignieren, auch wenn mit Mittelmann Arne Halstenberg (Auslandssemester) jetzt ein wichtiger Spieler fehlt. "Mennighüffen hat schon jetzt eine super Hinrunde gespielt", meint Kröger.

Auch wenn die Formkurve der TSG zuletzt einen ordentlichen Dämpfer erhielt, und der Mannschaft die Spritzigkeit, welche sie noch zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatte, abhanden gekommen ist, glaubt TSG-Trainer Michael Boy an zwei Auswärtspunkte: "Die müssen wir mitnehmen, die wollen wir haben." Und um die Spielfreude sorgt sich Boy nicht: "Die Lockerheit wird von alleine zurückkehren. Auch durch harte Arbeit und gutes Training." Boy hofft, dass ihm alle Akteure zur Verfügung stehen. Auch Arne Kröger, der sich auskennt, zuletzt aber von einer heftigen Erkältung ausgebremst wurde, meldete sich für das Duell gegen seinen Ex-Verein fit.

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11.03.18: 1. Herren - TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck

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